Ausleger eines Schankhauses
Hersteller unbekannt
um 1830
Metall
H 40 x B 35 cm
Museum Barockscheune Volkach

Bereits seit dem Mittelalter hat Volkach als fränkische Kleinstadt wirtschaftliche und verkehrstechnische Bedeutung. Frühzeitig entstanden Schankstätten, Garküchen und Wirtshäuser, die nicht nur an den Markttagen gerne frequentiert wurden, wovon das Volkacher Salbuch von 1504 zeugt. Nicht zuletzt begünstigten und prägten der Weinbau und das Bierbrauen mit ihrer langen Tradition in Volkach und der Mainschleife entscheidend die Gasthauslandschaft.
Seit jeher trugen Schankhäuser, Schänken und Wirtschaften zur Orientierung der Gäste prägende Namen, oft waren es die Namen von heraldischen Tieren oder Blumen. Leider lässt sich der Nutzungsort des „Fremdgängers“ in Volkach nicht mehr lokalisieren. Der Becher und die weiß-blauen Zacken weisen jedoch auf eine offizielle Schankstätte im noch jungen Königreich Bayern hin.
Auch im Kloster Wechterswinkel gibt es so manch guten Schluck, denn es ist nicht nur ein Ort der Begegnung bei Ausstellungen und Konzerten, sondern auch ein Ort des Genießens und Verweilens, wo man gerne einmal „blau macht“.
Foto: Larissa Seufert